Vista: Install-Erfahrungen
January 6th, 2007Endlich kann ich auch nun was von Vista aus persönlichen Erfahrungen berichten. Vor wenigen Tagen habe ich den Nachfolger von Windows XP installiert bzw. installieren wollen. Der Rechner ist ein typischer Office-/Internet-Rechner: Athlon64 3200+ (AM2) mit Arctic Cooling Alpine64, Corsair Value RAM 667 MHz 1024 MB KIT, Abit NF-M2-nView Mainboard, Samsung SP2504C 250GB HDD. Das ganze wurde dann in einem Sharkoon Rebel9 Economy mit Seasonic S12 330W Netzteil und einem extra 120mm Super-Silent-Lüfter von Sharkoon an der Gehäusefront verbaut.
Das erste Lob muss ich gleich mal an Sharkoon loswerden: Dieser Tower ist echt einer der besten den ich in letzter Zeit gesehen habe und das zu einem Preis von knapp 30€. Die ganze Front besteht aus 3,5 Zoll Blenden im Mesh-Design mit dahinter anliegendem, dünnem Schaumstoff. Erstens passt in diesen Tower theoretisch viel rein (wers braucht…) zweitens kommt viel Luft ran. Der darin an der unteren Vorderseite verbaute 120mm Sharkoon Lüfter und das Netzteil machen fast unhörbare Geräusche.
Nun genug des Lobes, auf zur Vista-Installation: Vorher hatte ich zur Sicherheit XP installiert, um die Funktionsfähigkeit aller Komponenten zu überprüfen. Auf dieses System hab ich dann Vista installieren wollen. Also DVD rein, neu gebootet, von DVD gestartet und Bluescreen …
Selbst nach mehrmaligen Versuchen stürzte das Setup direkt nach dem Booten bei “Loading Files” ab, allerdings ohne expliziten Grund, nur eine nichtssagende Stopmeldung
Nach diesem hin und her hab ich dann die RAM-Riegel rausgenommen. Mit einem Riegel allein lief es ohne Probleme, aber Vista will man sich ja nicht mit 512MB RAM antun … also weiter probiert, immerhin gibt es ja vier RAM-Slots. Im Endeffekt kam dabei raus, dass beide Riegel zusammen nicht im Dual-Channel-Modus liefen. Sobald ich beide Riegel auf den selben Channel legte, lief das Setup durch. Das Kuriose: im Dual-Channel-Modus läuft das RAM-Diagnostic-Tool auf der Vista Install-CD (direkt beim Booten irgendwann/mehrmals Return drücken) auch ohne Probleme durch, also geh ich davon aus, dass es nicht wirklich am RAM liegt, vielmehr am Mainboard. Das bedeutet also, dass das System aktuell im Single-Channel-Modus läuft (Benchmarks belegen einen ca. 3%igen Leistungsverlust – ist verkraftbar), bis ich das System mit einer neuen Bios-Version testen kann (Abit ist leider nicht so schnell).
Die Installation von Vista ging nach den stundenlangen Problemen recht flott, sogar wesentlich schneller als eine Installation von XP. Das besondere ist das schöne grafische Setup-Menü, kein Vergleich zu alten Tagen
Wie schon gesagt, nach kurzer Zeit war das Setup vorüber und mich begrüßte der neue Logon-Screen von Vista. Schon da wird einem klar, dass Vista echt anders aussieht, um nicht zu sagen: besser
Nach der Anmeldung landet man auf einem überaus hübschen Desktop und alles ist quasi “ready to go”. Dem mehrere Gigabyte großen Treiber-Verzeichnis auf der Platte sei dank, läuft die Hardware direkt ohne zutun und das in wirklich aktuellen Versionen. Ich hab heut nochmal bei nVidia geschaut, da gibt es auch keine aktuelleren nForce-Treiber für Vista, nur ältere Beta-Treiber.
Um diese Einleitung kurz zusammenzufassen: die Vista-Installation hatte ihre Tücken, wobei ich nicht weiß, ob Vista wählerisch beim RAM war, das Mainboard-Bios doch nicht so ausgereift ist oder ob es doch einfach der RAM ist. Ansonsten muss man Microsoft zugestehen, dass die Installation so reibungslos verläuft wie noch nirgendwo (vielleicht abgesehen von Windows Fundamentals for Legacy PCs was auch schon einen graphischen Installer hatte, aber sich bei weitem nicht so angenehm “anfühlte”). Dem ersten Blick auf das System folgt ein WOW, wobei man dann schon ein wenig verwirrt ist, weil es doch alles ein wenig anders ist. Dem weniger geübten Nutzer (wie meiner Freundin
) entweichen Kommentare, wie “das ist ja viel zu bunt” oder “das ist ja alles ganz anders” (also schlecht
), aber das soll uns natürlich nicht daran hindern, in die nächste Generation der Betriebssysteme einzutauchen, wir Informatiker müssen ja schließlich aktuell bleiben
Weitere Erfahrungen werde ich natürlich hier veröffentlichen!

