Microsoft Office 2007 und die PDFs/XPS
January 23rd, 2007Gestern habe ich aus lauter Frust über OpenOffice 2.1 die Testversion von Office 2007 installiert. OOo bekommt es einfach immer noch nicht hin, ordentlich Word-Dokumente aufzumachen ohne dass es einfach nur mistig aussieht. Das daraus erzeugte PDF-Dokument sah sowieso ganz anders aus, wie es das Word-Dokument hätte sein sollen.
Ich habe mir dann einfach bei Microsoft die Testversion der Home and Student-Version geholt, diese installiert und aktiviert. Ich habe das neue Office 2007 ja schon bei meiner Freundin im laufenden Betrieb gesehen und da hatte es mir schon gefallen. Ja und ich muss auch (leider) zugeben, dass es wirklich schicker ist, als OOo. Das Word-Dokument konnte ich auch lesen und drucken, wie es sich gehört. Wie es sich im weiteren Praxiseinsatz schlägt, wird sich zeigen.
Weiterhin wollte ich den neuen, viel diskutierten PDF-Export testen. Dazu kann man sich hier das PDF-Addin herunterladen. Sollte man zumindest denken wenn man schon eine Testversion benutzt die man bewerten will, aber es ging natürlich nicht, da für den Download die Echtheit der Office-Version überprüft werden muss. Leider schlägt dies mit der Testversion fehl. Da hat sich Microsoft wieder echt ein Ding geleistet. Genialerweise lässt sich dieses Problem umgehen indem man entweder vor der Installation von Office 2007 oder von einem anderen (legalen) Office (älter als 2007) aus den Download anstößt. Die OGA-Prüfung erkennt ein rechtmäßiges Office und erlaubt den Download der Datei SaveAsPDFandXPS.exe. Diese kann man dann auch mit seiner Testversion nutzen.
Das habe ich dann auch gleich genutzt, um ein PDF aus einer Word-Datei zu erstellen, allerdings war ich auch hier nicht ganz so erfreut. In meinem Word-Dokument waren gepunktete Linien, die im Word oder XPS-Format ordentlich dargestellt wurden, aber im PDF einfach nur bescheiden aussahen. Der Text war in gewohnt guter PDF-Qualität.
Wie es scheint, ist das PDF-Addin also keine wirkliche Konkurrenz zu einem PDF-Drucker bzw. zum Destiller von Acrobat. Das ganze Geschrei von Adobe und das Säbelrasseln bei den Wettbewerbshütern ist in meinen Augen einfach unnütz. Das einzige wovor Adobe vielleicht Angst haben muss, ist das neue XPS-Format. Allerdings ist dieses Format im Vergleich zu PDF zwischen 4 und 5 mal so groß und mich hat es echt umgehauen, wie träge die Anzeige war. Meine CPU lief beim Scrollen durch das XPS-Dokument unter Volllast. Für mich also nicht wirklich brauchbar. Allerdings soll der Druck von XPS-Dokumenten generell weniger Probleme machen, als der von (falsch/schlecht erzeugten) PDF-Dokumenten. Ein schöner Artikel darüber befand sich in der c’t Ausgabe 2/07.
